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01/17: Powered by the Wish to Improve

Daimler AG Staff Member Sabine Häge Passed an Extra-Occupational Master’s Program at KIT’s HECTOR School

Article within the current edition of the KIT magazine lookKIT on information at the Karlsruhe Institute of Technology, Edition 4/2016. The text was written in German, an excerpt is available in English at the end of the text.

Als Sabine Häge im Januar 2016 die Ergebnisse ihrer Masterthesis im Rahmen eines abschließenden Kolloquiums dem Prüfungskomitee und Vertretern der Daimler AG präsentiert, ist bereits klar: Das durch die Masterthesis geschaffene Innovationspotenzial für den Arbeitgeber ist enorm. Im Rahmen von Daimler Academic Programs − einem strategischen Personalentwicklungsangebot der Daimler AG, das seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht − hatte Sabine Häge die Chance ergriffen, sowohl dem Unternehmen wie auch sich selbst im Rahmen der Masterarbeit entscheidende Mehrwerte zu schaffen. Im Herbst 2013 hatte sich Sabine Häge für das berufsbegleitende Studium an der HECTOR School, der Technology Business School des KIT, entschieden. Ihre Wahl fiel auf den Schwerpunkt Green Mobility Engineering: „Zum damaligen Zeitpunkt war ich als Projektkoordinatorin in der Produktplanung Powertrain für die Daimler AG tätig und wollte durch den Master Expertise im Feld der alternativen Antriebe erwerben und eine mögliche Weiterentwicklung in diesen Bereich vorantreiben“, so Sabine Häge. Mittlerweile ist sie in der Vorentwicklung der E-Drive Systeme der Daimler AG tätig und sagt selbst: „Die Masterthesis war der Türöffner. Durch sie entwickelten sich Schnittstellen in den Bereich Hybridisierung und Elektrifizierung, welche später mit den darin gefundenen Ergebnissen den Weg in die jetzige Position ebneten.“

 

Die gesetzlichen Vorgaben zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen von Pkw stellen Automobilhersteller derzeit vor große Herausforderungen. Die Regularien werden immer strenger und unterscheiden sich stark in den wichtigen Automobilabsatzmärkten wie Europa, den USA oder China. Verstöße bedeuten hohe Strafzahlungen, aber meist noch elementarer, eine Rufschädigung des Herstellers. Daher arbeiten viele Hersteller an der Entwicklung immer effizienterer Fahrzeuge. Mögliche Hebel zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs liegen unter anderem in der Reduktion des Fahrzeuggewichts, einer optimierten Aerodynamik, intelligenteren Betriebs-strategien sowie neuen Antriebsstrangtechnologien. Daimler ist in Bezug auf die Elektrifizierung von Fahrzeugen Vorreiter und bietet seinen Kunden bereits heute ein sehr breites Angebot an Fahrzeugen mit Hybrid- und rein elektrischen Antrieben, vom Smart bis hin zur S-Klasse.

 

„Vor diesem Hintergrund und nach ersten Serienerfahrungen diskutierten wir, ob es möglich ist, eine wissenschaftlich basierte Methodik zu erarbeiten, die die Daimler AG in der Fragestellung unterstützt, welcher Mix von Antriebsoptionen der beste Kompromiss unter Berücksichtigung der Gesetzgebung, des Kundenwunsches und der Kosten darstellt“, so Sabine Häge zur Themenfindung der Masterthesis.

 

Mit dem Trend hin zur Hybridisierung des Antriebsstrangs entwickeln die Automobilhersteller seit geraumer Zeit eine Vielzahl unterschiedlicher alternativer Antriebssysteme. Unterschiede sind nicht nur hinsichtlich des CO2-Reduktionspotenzials, sondern auch hinsichtlich der Herstellungskosten und der Zusatzfunktionen für den Kunden zu finden. So ermöglicht die Antriebshybridisierung beispielsweise neben einer Spritersparnis die Erhöhung des Fahrkomforts und der Agilität des Fahrzeugs. Die Vielzahl an möglichen Antriebsoptionen wiederum stellen Hersteller wie die Daimler AG vor die Aufgabe, für die jeweiligen Fahrzeugtypen, wie beispielsweise den Smart, die A-Klasse oder die E-Klasse, die passenden Antriebe auszuwählen. „Was macht Sinn, welche unterschiedlichen Antriebe werden unter Berücksichtigung des genannten Spannungsfeldes für welche Flotte empfohlen? Diese Fragestellung kombinierten wir auch mit der technischen Machbarkeitsprüfung für jede mögliche Kombination.“

 

Die Wirtschaftlichkeit im Spannungsfeld der Analyse hängt unter anderem von den Herstellungskosten des Antriebssystems sowie der Bereitschaft der Kundschaft ab, einen gewissen Mehrpreis für Zusatzfunktionen im Vergleich zu einem rein verbrennungsmotorisch betriebenen Antrieb zu bezahlen. Die CO2-Regularien variieren von Markt zu Markt; eine Verschärfung ist hier jederzeit zu erwarten. Zudem unterscheiden sich die infrage kommenden Antriebssysteme sowie deren Kosten und CO2-Einsparpotenzial je nach Fahrzeugtyp, sodass die Wahl des passenden Antriebs von einer Vielzahl von Kriterien abhängt und dadurch zu einer komplexen Aufgabe wird. Sabine Häge begegnete dieser Herausforderung mit dem methodischen Ansatz der linearen Optimierung. Durch die Optimierung definierter Zielgrößen erarbeitete sie eine schnelle, jedoch nicht zu komplexe Methode. Denn Ziel war unter anderem auch die effiziente Anwendbarkeit innerhalb der genutzten Softwaresysteme des Unternehmens. Die Ergebnisse wiederum bestärkten den Analyseansatz.

 

Die notwendigen Werkzeuge zur Umsetzung der Masterthesis erlernte Sabine Häge im Masterstudium. „Generell waren die Antriebsgrundlagen zentral für das Gesamtverständnis des Themas. Vorlesungen wie Driveability oder auch Noise, Vibration & Harshness erweiterten das Know-how, welche Vorteile in der Hybridisierung der Antriebe neben der Spritersparnis erzielt werden können. Dies wiederum erhöht die Bereitschaft der Kunden, einen entsprechenden Preis für ihr Fahrzeug zu bezahlen. Auf der anderen Seite waren aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Märkte in Vorlesungen wie beispielsweise Transportation Markets and Policy oder auch CO2-Balances – well to wheel zentral für die Erstellung der Gesamtanalyse.“

 

Derzeit ist Sabine Häge nun voll ausgelastet in ihrer aktuellen Projektleitungsstelle im Bereich der Gesamtkonzeption E-Drive. Sie beschäftigt sich mit der Vorentwicklung zukünftiger elektrifizierter Antriebssysteme. Dabei steht neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen insbesondere der Kundenwunsch im Fokus. „Das ist genau das, was ich machen wollte und birgt erst einmal genügend Herausforderungen.“ Für die Zukunft kämen für sie auch Aufgaben mit Personalführung infrage – das passende Know-how hierzu hatte sie ebenfalls im berufsbegleitenden Masterstudium an der HECTOR School erworben, das neben der Technologieexpertise auch Managementfähigkeiten vermittelt. Damit ist Sabine Häge durch die Weiterqualifizierung auch ihrem eigenen Antrieb gerecht geworden.

 

Kontakt: eva hildenbrandIyy6∂kit edu

 

Excerpt in English


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Translation: Maike Schröder

Daimler AG Staff Member Sabine Häge Passed an Extra-Occupational Master’s Program at KIT’s HECTOR School

 

When Sabine Häge presented the results of her master’s thesis to the examination committee and representatives of Daimler AG during the final colloquium in January 2016, it was clear already: The innovation potential stemming from her master’s thesis is enormous for her employer. Within the framework of the Daimler Academic Programs – a strategic staff development offer of Daimler AG, under which extremely promising employees are given the opportunity to join an extra-occupational master’s program – Sabine Häge had taken the chance to add substantial value to her company and to herself. In autumn 2013, she chose the extra-occupational program of the HECTOR School, the technology business school of KIT, and joined the Green Mobility Engineering course: “At that time, I worked as project coordinator in the Powertrain Product Planning Group of Daimler AG. In joining the master’s program, I wanted to acquire knowledge in the area of alternative powertrains.” Since then, she has moved to Daimler’s Advanced Engineering Group for eDrive System Design and says: “My master’s thesis was the door opener. It gave rise to the development of interfaces in the areas of hybridization and electrification which later on paved the way for my current position.”

 

Currently, Häge’s work focuses on the pre-development of future electrified powertrains. In the future, she might also be a candidate for positions with staff responsibility. The HECTOR School imparted the corresponding management know-how to her as well as technical knowledge.

 

Contact: eva hildenbrandHgl3∂kit edu